LIMINUS (Kurzfilm)

Köln, 2025

Projektkurs Vivianes Spektrum, Thomas Zika

ecosign / Akademie für Gestaltung

Limen (lat. = Schwelle, Übergang)

 

„LIMINUS“ ist ein 2:48 min langer Kurzfilm, der Betrachtende auf eine dissoziative Reise in die Zwischenwelt führt. Er verbildlicht die Wahrnehmung eines Menschen der sich selbst in einer physischen und oder psychischen Übergangs- oder Umbruchphase befindet, in der nicht nur die eigene Innenwelt, sondern auch die eigentlich bekannte Umgebung als unwirklich und fremdartig wahrgenommen wird. Symptome die besonders bei einer Derealisation (mögliche Ausprägung einer dissoziativen Störung) aber auch abgeschwächt bei unbetroffenen auftreten können.

Unterführungen, endlose Treppen und Tunnel bilden hier das Fundament des Films. Liminale Räume, man bezeichnet damit meistens Orte des Aufenthalts, die sich anfühlen, als würde weder Zeit vergehen noch Regeln existieren. Diese Wirkung entfaltet sich besonders an Orten, die eigentlich überfüllt sind und nun menschenleer sind (z.B. Bahnhöfe mitten in der Nacht). Der Film selbst versteht sich auch als ein solcher Raum, menschenleer, ziellos, zeitlos und unwirklich. Ein Raum um abzuschweifen, der vermittelt das solche surrealen Phasen auch Teil des Lebens sind und womöglich notwendig sind um Geschehnisse zu verarbeiten.

Man ist nicht mehr dort, wo man war, aber auch noch nicht angekommen.