VESSEL (Kurzfilm)

Frankreich, 2024

2026 re-edited 

Projektkurs Obstructions, Thomas Zika

ecosign / Akademie für Gestaltung

Vessel (engl. = Gefäß/Schiff), ein häufig genutztes Symbol, dass Erinnerungen, Wahrheiten oder Seelen aufbewahrt oder gefangen hält.

 

Der 4:33 min lange Kurzfilm beschäftigt sich mit dem schmerzhaften Prozess beim Zurückgewinnen emotionaler Nähe. Dabei geht er zunächst auf das Paradoxon „das Schiff des Theseus ein“: Verliert ein Objekt/Subjekt seine/ihre Identität, wenn im Laufe der Zeit all seine/ihre Bestandteile ausgetauscht wurden? Durch ein wenig Recherche kann man einer Antwort auf dieses Paradoxon in Bezug auf Menschen ein wenig entfliehen. Der Mythos das sich alle Körperzellen des Menschen alle sieben bis zehn Jahre erneuern, trifft nicht allgemein zu. Körperteile wie Augen und das Herz erneuern sich kaum. Die Zeit kann also nicht alle Wunden heilen. Seien es körperliche oder psychische Verletzungen, der Körper erinnert sich. Als Schutzmaßnahme darauf baute, sich der Protagonist eine Hülle die ihn vor dem erneuten Erfahren solcher bewahren soll, ohne dabei zu merken, wie er sich dadurch von sich selbst distanziert hat. Der Film hinterfragt diese Schutzmechanismen und reißt diese ein. Dabei wird klar, dass Heilung manchmal bedeutet mit seinen Narben in Kontakt zu treten und diese dabei erneut Schmerzen können. Er illustriert einen Übergang von Distanz zu Tiefe und das dieser Kampf zwar in Verletzlichkeit aber auch in Zugänglichkeit und Freiheit enden kann.